Am 6. und 7. Mai fand in Seeham (Salzburg) das vierte Dialogforum im Rahmen des Projekts "Powerdown" unter dem Motto "Energiekrise: Konsequenzen für Landwirtschaft und Ernährung" statt.
Der Ort Seeham liegt am Obertrumer See und ist nach wie vor deutlich landwirtschaftlich geprägt und auch eine Vorreitergemeinde im Biolandbau. In Kürze wird dem Ort wahrscheinlich auch das Prädikat "Biodorf" verliehen.

Im Dialogforum wurden von etwas mehr als 20 TeilnehmerInnen (VertreterInnen aus Wissenschaft, Interessensvertretungen, NGOs und der Bauernschaft) folgende Fragestellungen erörtert:
- Welche Konsequenzen hat die drohende Energiekrise (Aufhänger „Peak Oil“) für Landwirtschaft und Ernährung (lokal, regional, überregional)?
- Welche Konflikte – insb. in der Landnutzung – sind absehbar und wie können diese abgemildert werden?
- Wie kann ein möglichst friktionsfreier Übergang in eine nachhaltige postfossile Landwirtschaft erfolgen?
- Welche Rolle spielt dabei das Ernährungsverhalten? Wie kann dieses in eine nachhaltigere Richtung gelenkt werden?
- Welche Rolle spielt dabei eine regionalere Versprgung sowie regionale ProduzentenKonsumentenNetzwerke? Wie können diese gefördert werden?
- Welche Akteure sind für einen derartigen Übergang erforderlich? Welche Schlußfolgerungen ergeben sich für politischen Reformbedarf?
Die Veranstaltung war in drei Blöcke mit unterschiedlicher thematischer Ausrichtung gegliedert:
Der erste Block befasste sich mit Abhängigkeiten des Sektors Landwirtschaft und Ernährung von Energie und anderen
Ressourcen sowie Landnutzungsänderungen und Landnutzungskonflikten unter dem Vorzeichen der Energiekrise; der zweite Block mit ökologisch-sozialen Konsequenzen von Ernährungsstilen und Möglichkeiten der Beeinflußung von Ernährungsstilen; der dritte Block (nach der Vorstellung der Bio-Heuregion Trumer Seenland) mit Möglichkeiten regionaler Nahrungsmittelversorgung durch Erzeuger-Verbraucher-Netzwerke.
Jeder Block wurde mit Impulsreferaten begonnen, danach fanden etwas mehr als einstündige Diskussionen in zwei moderierten Kleingruppen statt. Die Ergebnisse aus den Kleingruppen wurden im Plenum berichtet. Am Abend des 6.5. fand auch eine öffentliche Veranstaltung statt, bei der neben Inhalten des Dialogforums auch zu Möglichkeiten der energieautarken Versorgung von Bauernhöfen und über Ergebnisse des Projekts "Lebensklima" berichtet wurde.
Die Ergebnisse des Dialogforum werden noch dokumentiert und ausgewertet und fließen ein in:
- Update der Thesen zu Auswirkungen der Energiekrise auf den jeweiligen Bereich des Dialogforums
- Schlußfolgerungen für politischen Reformbedarf
- Handungs-Leitfaden für die kommunale Ebene.
